Ackerröte – Sherardia arvensis
Pflanzenaufbau & Erkennungsmerkmale
Die Ackerröte (Sherardia arvensis) findet man in fast jedem Garten, an Brach- und Ödflächen und an Wegrändern. Sie gehört zu den Rötegewächsen (Rubiaceae) und ist eine einjährige Pflanze. Ihre zart lilafarbenen, bis zu 5 mm großen Blüten sind disymmetrisch angeordnet und öffnen sich von Ende Mai bis Oktober. Auf dem behaarten, vierkantigen Stängel sitzen quirlförmig spitze, längliche Blätter. Sie sind einnervig und werden maximal 15 mm lang. Die spindelförmige Wurzel ist rot, daher auch der Name “Ackerröte”. Die Pflanze wird 5 bis 20 cm hoch.

Sammeln & Trocknen
Neben Klee und Gänseblümchen fühlt sich das Wildkraut am wohlsten, sie ist unscheinbar, aber sobald man sie einmal entdeckt hat, fällt sie einem überall auf. Ich habe die kleine Pflanze noch nie gesammelt und habe auch noch keine brauchbaren Infos gefunden, wie man sie verarbeiten oder generell nutzen könnte. Daher freue ich mich über den Anblick und lasse sie in Ruhe.
Geschichte, Mystik & Brauchtum
Der lateinische Name der Ackerröte – Sherardia arvensis – bezieht sich auf einen Botaniker namens William Sherard und die Vorliebe der Pflanze, auf Äckern zu wachsen – arvensis = Acker.
Umwelt-Aspekte
Die Ackerröte ist eine Lehmzeigerpflanze, wo sie wächst, ist der Boden lehmhaltig. Mit ihrer Wurzel kann natürlich gefärbt werden. Das liegt an den rot färbenden Anthrachinon-Inhaltsstoffen.