Ausdauerndes Gänseblümchen – Bellis perennis

Pflanzenaufbau & Erkennungsmerkmale

Das Gänseblümchen ist eines der bekanntesten Wildkräuter und gehört zu den Korbblütengewächsen (Asteraceae). Es ist mehrjährig und man findet es so gut wie überall und bei milden Wintern auch das ganze Jahr über. Die gelben Röhrenblüten sind umgeben von zahlreichen weißen Zungenblüten, deren Spitzen manchmal leicht rötlich sind. Die roten Spitzen entwickeln sich, wenn die Nächte sehr kalt waren.
Die Blätter bilden eine Grundrosette, sind spatelig geformt, gestielt und sind auch im Winter sattgrün. Der Stängel ist behaart, blattlos und hat je ein Blütenkörbchen. Bei kühlem Wetter und in der Nacht schließt sich der Blütenkopf. Die Pflanze wird bis zu 15 cm hoch. Die Pflanze ist mit einem kurzen Rhizom und daran anschließenden bis zu 20 cm langen faserigen Wurzeln im Boden verankert. 

Sammeln & Trocknen

Am besten ist es, die Pflanzenteile direkt zu verwerten. Möchte man trotzdem ein paar Blütenköpfe für den Tee trocknen, dann am besten mit den Blüten nach unten und immer wieder mal wenden, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Da man das Gänseblümchen fast überall findet, sollte man genau darauf achten, wo man es sammelt. Im eigenen Garten pinkelt gern der Hund oder die Nachbarskatze drauf.

Inhaltsstoffe & Wirkungsbereich des Gänseblümchens

Das Gänseblümchen ist reich an Vitamin A und C, Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium, Eisen und enthält Saponine, Schleimstoffe, Flavonoide, Bitter- und Gerbstoffe. Durch die Saponine wirkt das Gänseblümchen auswurffördernd indem verschleimtes Bronchialsekret verflüssigt wird und ausgehustet werden kann. Außerdem wirkt es entzündungshemmend, stoffwechselanregend und juckreizlindernd. So kann beispielsweise ein zerdrücktes Blatt auch als Soforthilfe bei Insektenstichen verwendet werden. Innerlich kann das Gänseblümchen als Tee (mit heißem Wasser übergossen) oder in der Wildkräuterküche verwendet werden. Auch für die Haut ist Bellis perennis eine Wohltat, weil die Pflanze den Hautstoffwechsel anregt. Dafür ist es am besten, die Pflanze mit anderen hautverträglichen Kräutern und warmen Wasser aufzugießen und über Nacht ziehen zu lassen. Dann kann das Gesicht damit gewaschen bzw. abgetupft werden. 

Naturkosmetischer Einsatzbereich

Wie schon erwähnt, werden Gänseblümchen in der Naturkosmetik gerne in Gesichtscremen verwendet, weil der Hautstoffwechsel angeregt und Entzündungen entgegengewirkt wird. Ein Gänseblümchenöl ist auch eine gute Basis für weitere Naturkosmetik, wie Seifen.  

Kulinarischer Einsatzbereich

Kulinarisch ist das Gänseblümchen vielseitig einsetzbar. Es können sowohl die Blätter als auch die Blütenköpfe und Knospen verwendet werden. Aus den Knospen können “falsche Kapern” hergestellt werden. Die Blätter und Blüten werten jeden Kräuteraufstrich, Salat und jede Suppe auf. 

Geschichte, Mystik & Brauchtum

Die alten Germanen widmeten das Gänseblümchen der Göttin Freya, es sollte für Fruchtbarkeit und Neubeginn stehen. Die ersten drei Gänseblümchen des Jahres sollten besonders viel Glück bringen. Wenn man sie isst, bleibt man das Jahr über fieberfrei. 

Umwelt-Aspekte

Wo das Gänseblümchen blüht, ist der Boden reich an Nährstoffen. Außerdem kann man sich am Gänseblümchen orientieren, ob es tagsüber schön wird oder regnen soll. Bleiben die Blütenköpfe vormittags geschlossen, ist mit Regen zu rechnen.

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Frau, die an einem Laptop arbeitet
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