Ringelblume – Calendula officinalis

Pflanzenaufbau & Erkennungsmerkmale

Die Ringelblume gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) und ist eine mehrjährige Pflanze. Sie kann bis zu 50 cm hoch werden und hat einen aufrechten Stängel, der sich im oberen Teil verzweigt. Er ist voll mit lanzettlichen, sattgrünen Blättern, die beidseitig behaart sind. Die einzelnen Blütenköpfe strahlen von sonnigem Gelb bis hin zu kräftigem Orange und sind ca. 3-4 cm groß. Zahlreiche Zungenblüten umrahmen dabei einen kleinen Kreis, der wiederum aus  Röhrenblüten besteht. Die Frucht nennt man Achäne (=Schließfrucht), sie ist klein und gebogen. Eine spindelförmige und stark verzweigte Pfahlwurzel gibt der Pflanze den nötigen Halt. 

Sammeln & Trocknen

Am besten wird die Ringelblume um die Mittagszeit zwischen 12 und 13 Uhr gesammelt. Dabei werden die Blütenköpfe mit den Fingern abgezupft und kopfüber getrocknet. Sammelt man die Blütenköpfe alle zwei Tage, wachsen sie regelmäßig nach. 
Ich lege sie gerne auf einen Korbboden, der mit Küchenrolle ausgelegt ist. Man kann auch die frischen Blütenköpfe direkt in Öl ansetzen und nach einem Monat abseihen. Das Ringelblumenöl kann vielseitig eingesetzt werden, entweder in der Naturkosmetik als Basisöl oder als reines Pflegeöl. 

Inhaltsstoffe & Wirkungsbereich der Ringelblume

Calendula officinalis wirkt durch ihre Inhaltsstoffe entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, antibakteriell, virustatisch und pilzbekämpfend. Sie enthält unter anderem Saponine, Flavonoide, Carotinoide, Cumarine, ätherisches Öl (davon 10 Mal mehr in den Röhrenblüten als in den Zungenblüten), Allantoin und Bitterstoffe. Die wundheilungsfördernde Eigenschaft der Pflanze lässt sich durch ihre Granulationsförderung erklären. Das heißt, die Pflanze unterstützt die Bildung von Granulationsgewebe – ein vorübergehendes Gewebe, das sich während der Wundheilung bildet, um die Wunde zu schließen und die Basis für die Neubildung der Haut darstellt. Zurückzuführen ist das auf die Carotinoide, die auch zellschützend wirken. 

Das heißt für mich, in meiner Hausapotheke fehlt niemals eine Ringelblumensalbe. Wie du diese herstellst kannst du hier nachlesen: Ringelblumensalbe selber machen

Erstellung einer Ringelblumensalbe

Naturkosmetischer Einsatzbereich

Die Ringelblume ist aus der Naturkosmetik gar nicht wegzudenken. Vor allem für die Haut ist sie eine Wohltat! Sie schließt Poren, bekämpft Unreinheiten und nährt die Haut. Verwendet man Ringelblumen in Verbindung mit Mandelöl als Gesichtspflege kann sie auch als Anti-Aging verwendet werden, da Ringelblumen die Kollagenproduktion stimulieren und den Kollagenabbau hemmen.  

Kulinarischer Einsatzbereich

Auch in der Kulinarik kann die Ringelblume vielseitig eingesetzt werden. Ihre Blüten dekorieren jedes Dessert und jeden Salat. Man kann mit ihnen Butter, Öle, Aufstriche und Käse färben. 
Die jungen Blätter kann man Salaten beifügen, ältere Blätter sind eher bitter und ungenießbar.   

Geschichte, Mystik & Brauchtum

Die wundheilende Wirkung der Ringelblume ist seit langem bekannt. Schon in Kriegszeiten wurde die Pflanze in Feldlazaretten für die Wundheilung verwendet. 
Man sagt, dass man an der Ringelblume das Wetter ablesen kann. Da sie mit der Sonne aufgeht, nennt man sie auch Sonnenbraut. Sind die Blütenköpfe nach 7 Uhr morgens noch nicht geöffnet, ist das ein Zeichen für Regen.  

Umwelt-Aspekte

Im Garten vertreiben sie Bodenschädlinge, kräftigen den Boden und sehen dabei noch traumhaft schön aus. 

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Frau, die an einem Laptop arbeitet
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