Rotklee – Trifolium pratense

Pflanzenaufbau & Erkennungsmerkmale

Der Rotklee gehört zu den Hülsenfruchtgewächsen (Fabaceae) und ist eine ein- bis zweijährige Pflanze, die bis zu 45 cm groß wird. Aus einer langen Pfahlwurzel wächst ein hohler, behaarter Stängel, auf der ein rosa, 1 – 3 cm großer Blütenkopf sitzt und von Mai bis September blüht. Die grünen Blätter sind dreizählig, eiförmig und weisen jeweils einen hellgrünen Halbmond auf. Sie sind wechselständig angeordnet. Trifolium pratense findet man an Wegrändern, in Wiesen, auf Weiden und Äckern.

Sammeln & Trocknen

Ab Mai können die Blütenköpfe der Pflanze gesammelt und an einem schattigen, warmen Ort auf einem Teller mit einer Küchenrolle getrocknet werden. 

Inhaltsstoffe & Wirkungsbereich

Der Rotklee enthält Gerbstoffe, Cumarine und Phytoöstrogene, darunter Isoflavone. Letztere sind Pflanzenhormone, die den weiblichen Hormonen sehr ähnlich sind. Dadurch entfalten sie eine östrogenähnliche Wirkung im Körper und sind demnach eine Unterstützung während der Periode und der Wechseljahre, vor allem was Hitzewallungen inkl. Schweißausbrüche betrifft. Phytoöstrogene haben auch eine positive Wirkung auf die Gefäßwände. Dabei wird das Bindegewebe bei der Wasserspeicherung unterstützt, die Haut sieht dann prall und glatt aus. Außerdem wirken Isoflavone antioxidativ und hautregenerierend, indem der Zellstoffwechsel der Haut angeregt wird. 

Durch die hormonelle Wirkung der Pflanze sollte sie nicht während der Schwangerschaft oder bei Erkrankungen wie Endometriose, Brustkrebs, etc. eingenommen werden. 

Naturkosmetischer Einsatzbereich

Wie schon oben erwähnt, bietet sich der Rotklee wegen seiner Inhaltsstoffe gut an, um in Hautcremen beigemengt zu werden. 

Kulinarischer Einsatzbereich

Rotkleeblüten können gut als Sirup verarbeitet werden. Demnächst findest du hier auch ein Rezept dazu. In Prosecco wird er zu einem fantastischen Aperitif und mit Mineralwasser und einer Zitronenscheibe ist er eine angenehme Erfrischung. 

Geschichte, Mystik & Brauchtum

So gut wie jeder kennt das glücksbringende vierblättrige Kleeblatt. Findet man ein fünfblättriges, soll es Unglück bringen, ein siebenblättriges bringt den Tod. 

Im Mittelalter wurde die Pflanze bei Erkältungen, Verdauungsbeschwerden und Hautproblemen verwendet. 

Umwelt-Aspekte

In der Landwirtschaft wird Klee schon seit dem 18. Jahrhundert auf Äckern ausgesät, die sonst brach liegen würden. Klee ist ein Superfood für Tiere aller Art, vom Weidevieh, bis hin zu Insekten. Außerdem verbessert er den Boden. 

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